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Auswahl der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes im Jahre 2011:


Gemäß dem BFH Urteil vom 14. Dezember 2011 sind betriebliche Verbindlichkeiten, welche beim Veräußerer aufgrund steuerlicher Rückstellungsverbote in der Steuerbilanz nicht bilanziert worden sind, bei demjenigen Erwerber, der die Verbindlichkeit im Zuge eines Betriebserwerbs übernommen hat, keinem Passivierungsverbot unterworfen, sondern als ungewisse Verbindlichkeit auszuweisen und von ihm auch an den nachfolgenden Bilanzstichtagen nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG 1990 mit ihren Anschaffungskosten oder ihrem höheren Teilwert zu bewerten (entgegen BMF-Schreiben vom 24. Juni 2011, BStBl I 2011, 627).
BFH-Urteil vom 14. Dezember 2011, I R 72/10


Haftung nach § 74 AO - Die Haftung des an einem Unternehmen wesentlich beteiligten Eigentümers nach § 74 AO erstreckt sich nicht nur auf die dem Unternehmen überlassenen und diesem dienenden Gegenstände, sondern sie erfasst in Fällen der Weggabe oder des Verlustes von Gegenständen nach der Haftungsinanspruchnahme auch die Surrogate (z.B. Veräußerungserlöse oder Schadenersatzzahlungen).
BFH-Beschluss vom 22. November 2011, VII R 63/10
BMF - 7. Mai 2013 - Veöffentlichung im BStBl vorgesehen und somit allgemein anzuwenden

Nach dem BFH-Urteil vom 9. November 2011 steht der buchwertneutralen Übertragung eines Einzelunternehmens in eine Personengesellschaft nicht entgegen, wenn vor der Einbringung eine wesentliche Betriebsgrundlage des einzubringenden Betriebs unter Aufdeckung der stillen Reserven veräußert wird und die Veräußerung auf Dauer angelegt ist. 
BFH-Urteil vom 9. November 2011, X R 60/09


Eine Verbindlichkeit, die nur aus künftigen Gewinnen oder einem etwaigen Liquidationsüberschuss erfüllt zu werden braucht, kann mangels gegenwärtiger wirtschaftlicher Belastung nicht ausgewiesen werden.
BFH-Beschluss vom 30. Oktober 2011, I R 100/10


Erfolgt der das Verlustabzugsverbot des § 8c Satz 1 KStG 2002 n.F. auslösende schädliche Beteiligungserwerb während des laufenden Wirtschaftsjahres, kann ein bis zu diesem Zeitpunkt in diesem Wirtschaftsjahr erzielter Gewinn mit dem bisher noch nicht genutzten Verlust verrechnet werden (gegen BMF-Schreiben vom 4. Juli 2008, BStBl I 2008, 736, Tz. 31 Satz 2).
BFH-Beschluss vom 30. Oktober 2011, I R 14/11


Doppelte Haushaltsführung bei Zusammenleben berufstätiger Ehegatten am Beschäftigungsort; Verfahrensmangel: Sachaufklärung
BFH-Beschluss vom 5. Oktober 2011, VI B 58/11


Ein im Rahmen eines Unternehmenskaufvertrag vereinbarte Wettbewerbsverbot kann als Umsatz im Rahmen einer Geschäftsveräußerung nicht steuerbar sein.
BFH-Urteil vom  29. August 2012 XI R 1/11


Mit Urteil vom 7. Juli 2011 hat der BFH entschieden, dass die Vorsteuer aus den Baukosten für ein gemischt genutztes Gebäude nur abgezogen werden kann, wenn der Bauherr zeitnah entschieden und dokumentiert hat, in welchem Umfang das Gebäude unternehmerisch genutzt werden soll. Maßgeblich ist die gesetzliche Abgabefrist für die Umsatzsteuer-Erklärung (31. Mai des Folgejahres). Eine danach getroffene oder dokumentierte Entscheidung kann nicht mehr berücksichtigt werden.
BFH-Urteil vom 7. Juli 2011, V R 21/10
BMF - 7. Mai 2013 - Veöffentlichung im BStBl vorgesehen und somit allgemein anzuwenden


Umsatzsteuerrechtliche Organschaft: Anforderungen an organisatorische Eingliederung - Verstoß gegen den klaren Inhalt der Akten
BFH-Urteil vom 7. Juli 2011, V R 53/10


Dem Arbeitnehmer fließt der geldwerte Vorteil in Form verbilligter Aktien in dem Zeitpunkt zu, in dem er die wirtschaftliche Verfügungsmacht über die Aktien erlangt. Ein solcher Zufluss liegt nicht vor, solange dem Arbeitnehmer eine Verfügung über die Aktien rechtlich unmöglich ist.
BFH-Urteil vom 30. Juni 2011, VI R 37/09


"Letzte Ermittlungen" im Rahmen der Außenprüfung
BFH-Urteil vom 28. Juni 2011, VIII R 6/09


Festsetzung eines Verzögerungsgeldes im Rahmen einer Außenprüfung
BFH-Beschluss vom 28. Juni 2011, X B 37/11


Keine Betriebsaufspaltung bei Einstimmigkeitsprinzip in der Besitz-GbR
BFH-Beschluss vom 15. Juni 2011, X B 255/10


Fehlerhafte Nichtberücksichtigung des Ausscheidens von Gesellschaftern.
Ist in einem an eine Personengesellschaft gerichteten bestandskräftigen Verlustfeststellungsbescheid i.S. von § 10a GewStG der Fehlbetrag nicht um den Anteil eines ausgeschiedenen Mitunternehmers gekürzt worden, steht der anteilige Fehlbetrag den zum Feststellungszeitpunkt tatsächlich beteiligten Mitunternehmern entsprechend ihrer Beteiligungsquote zur Verrechnung mit deren künftigen Erträgen zur Verfügung.
BFH-Urteil vom 16. Juni 2011, IV R 11/08


Die erweiterte Kürzung für Grundstücksunternehmen (§ 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG) ist zu versagen, wenn es sich bei dem Grundstücksunternehmen um eine Organgesellschaft handelt, die alle ihre Grundstücke an eine andere Organgesellschaft desselben Organkreises vermietet.
BFH-Urteil vom 18. Mai 2011, X R 4/10


Keine Anwendung des Halbabzugsverbots wegen symbolischem Kaufpreis; d.h. bei einem symbolischen Kaufpreis unterliegt der Veräußerungsverlust nicht dem Halbabzugsverbot.
BFH-Urteil vom 6. April 2011, IX R 31/10


Durch Anteilsvereinigung ausgelöste Grunderwerbsteuern sind keine Anschaffungskosten.
BFH-Urteil vom 20. April 2011, I R 2/10


Ertragsteuerliche Organschaft: Abführung des "ganzen Gewinns".
BFH-Beschluss vom 31. März 2011, I B 177/10


Mantelkauf i.S.d. § 8 Abs. 4 KStG: Sachlicher und zeitlicher Zusammenhang zwischen der Übertragung der Gesellschaftsanteile und der Zuführung neuen Betriebsvermögens; mit Sicherungsrechten Dritter belastete Wirtschaftsgüter als neues Betriebsvermögen.
BFH-Urteil vom 23. Februar 2011, I R 8/10


Gemäß dem BFH-Urteil vom 9. Februar 2011 kann eine Kapitalgesellschaft mit Geschäftsleitung und Sitz im Inland im Rahmen einer gewerbesteuerlichen Organschaft Organgesellschaft eines in Großbritannien ansässigen gewerblichen Unternehmens als Organträger sein.
BFH-Urteil vom 9. Februar 2011, I R 54, 55/10; I R 54/10; I R 55/10


Beratungsleistungen, die ein Industrieunternehmen bezieht, um eine Beteiligung steuerfrei zu übertragen, stehen im direkten und unmittelbaren Zusammenhang zur steuerfreien Anteilsübertragung und berechtigen auch dann nicht zum Vorsteuerabzug, wenn das Unternehmen mittelbar beabsichtigt, den Veräußerungserlös für seine zum Vorsteuerabzug berechtigende wirtschaftliche Gesamttätigkeit zu verwenden.
BFH-Urteil vom 27. Januar 2011, V R 38/09


Mindestlaufzeit des Gewinnabführungsvertrages bei körperschaftsteuerlicher Organschaft - Auslegung des § 14 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 KStG 1999. Nach Ansicht des BFH bemisst sich die die fünfjährige Mindestlaufzeit des Gewinnabführungsvertrages bei der körperschaftsteuerlichen Organschaft nach Zeitjahren und nicht nach Wirtschaftsjahren.
BFH-Urteil vom 12. Januar 2011, I R 3/10

 
Steuergesetze 17. Wahlper.
Steuergesetze 16. Wahlper.
Steuergesetze 15. Wahlper.
Steuergesetze 14. Wahlper.
Rechtsprechung des BFH
Rechtsprechung des EuGH
 
 
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